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Vorsicht Attacke! Wenn Headhunter ihre Leistungsträger abwerben

Der Fachkräftemangel hat schon lange den Kampf um qualifizierte Akademiker mit Ingenieurs- und IT-Hintergrund eröffnet. Früher war das Headhunting nur bei Positionen auf mittlerer und gehobener Führungsebene bekannt. Das hat sich in den letzten Jahren drastisch verändert. Die schnellste und effizienteste Methode Mitarbeiter zu finden ist heute einen Headhunter zu beauftragen. Vielleicht sind Sie bereits selbst den Weg gegangen. Wie können Sie sich als Firmeninhaber oder Geschäftsführung am besten gegen das Abwerben Ihrer Leistungsträger schützen? Wir haben Ihnen die wichtigsten Fakten zusammengestellt.

Rechtliche Situation:

Headhunting in ihrem Unternehmen hat der Gesetzgeber nicht grundsätzlich verboten. Ein erster telefonischer Kontakt – selbst am Arbeitsplatz – ist nicht wettbewerbswidrig und damit zulässig, wenn:

  • der Headhunter Ihren Mitarbeiter nur nach den Interesse an seiner Stelle befragt
  • die Stelle kurz beschrieben wird
  • ein Termin nach Feierabend vereinbart wird
  • siehe auch Urt. v. 4.3.2004 – I ZR 221/01, AuA 9/04, S. 54; v. 9.2.2006 – I ZR 73/02; v. 22.11.2007 – I ZR 183/0

Das heißt jedoch nicht, dass Sie als Arbeitgeber jedem zwielichtigen Anruf schutzlos ausgeliefert sind - insbesondere wenn sich der Headhunter unseriös verhält.

Das müssen Sie sich nicht gefallen lassen:

  • herabsetzenden Äußerungen über Sie als Arbeitgeber
  • Verleitung des Arbeitnehmers zum Vertragsbruch, z. B. durch Nichteinhaltung der Kündigungsfrist oder Schlechtleistung
  • Verleitung zu einer Doppelbeschäftigung beim alten und neuen Arbeitgeber
  • Täuschung Ihrer Telefonzentrale über den Zweck des Anrufes
  • Ausforschung Ihrer Mitarbeiter am Arbeitsplatz wie z.B. welcher Mitarbeiter eine gewisse Aufgabe bei Ihnen im Unternehmen übernimmt oder dafür geeignet wäre (QLG Karlsruhe vom 27.7.2001 (6 U 145/00)

Der juristische Weg ist jedoch häufig lang und Unterlassungs- oder Schadensersatzansprüche sind schwierig durchzusetzen. Umso wichtiger ist es, vorbeugend aktiv zu werden.

Unsere Tipps:

  1. Schulen Sie alle Ihre Mitarbeiter, nicht ausschließlich den Empfang, den Anrufgrund besser zu hinterfragen, Namen und Rückrufnummer vollständig zu notieren und Anrufern weiterhin freundlich aber auch skeptisch entgegentreten. Es sollten niemals Durchwahlen oder Handynummern herausgegeben werden, auch wenn der Anrufgrund noch so kreativ und dringend ist.
  2. Stellen Sie keine Anrufer ohne Rücksprache mit Ihrem Mitarbeiter durch.
  3. Fallen Ihnen immer die gleichen Stimmen auf und Sie hegen den Verdacht, dass sich der Headhunter nicht im rechtlich erlaubten Rahmen bewegt? Überprüfen Sie über Google, Xing ob es diese Person wirklich gibt und rufen als Geschäftsführer zurück. Dieser Headhunter wird zukünftig mit Sicherheit einen Bogen um Sie machen.
  4. Geben Sie keine Mitarbeiternamen auf Ihrer Webseite bekannt. Headhunter versuchen, den Überraschungsmoment zu nutzen und über sehr persönliche Anrufe in andere Abteilungen durchgestellt zu werden oder Namen herauszufinden.

  Letztendlich können Sie sich nicht gegen alle Anrufe von Headhuntern wehren. Haben Sie ein offenes Ohr für Ihre Leistungsträger. Nur unzufriedene Mitarbeiter gehen ernsthaft auf Angebote von Headhuntern ein. In regelmäßigen Mitarbeitergesprächen und einem offenen Umgang mit den Zukunftsplänen Ihres Mitarbeiters können Sie rechtzeitig Maßnahmen treffen Ihren Mitarbeiter zu halten.

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26 Jun 2014
Regina Schlien

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