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Premium Only! Karrierenetzwerke und ihr Umgang mit dem immer stärker werdenden Trend zum Active Sourcing

Im Recruiting unterscheidet man zwei verschiedene Arbeitsmärkte. Den Markt, der von einem Mangel an Vakanzen bestimmt wird und den Markt, der von einem Mangel an Bewerbern bestimmt wird. In dem von Kandidaten bestimmten Markt befinden wir uns seit geraumer Zeit in einigen Bereichen. Active Sourcing wurde dadurch immer mehr in den Vordergrund gerückt. Die Zeiten, eine Stellenanzeige aufzugeben und dann zu warten was passiert sind schon lange vorbei.

Was ist Active Sourcing?

Beim Active Sourcing spricht man Kandidaten proaktiv an. Die Intention ist hier, auch die Kandidaten auf dem Markt zu erreichen, die nur passiv oder latent auf der Suche nach einer neuen Herausforderung sind und eine Stellenausschreibung - egal über welche Reichweite das Medium verfügt - nicht wahrnehmen. Hierdurch erreicht man eine breitere Masse an Kandidaten und erhöht damit die Chancen der Stellenbesetzung.

Der immer stärker werdende Trend zum Active Sourcing und wie Xing und LinkedIn diesen Trend für sich entdeckten

Viele Personalberater und interne Recruiter haben in der letzten Zeit eine E-Mail von Xing bekommen. Die alten Premium Verträge werden von Xing aus gekündigt oder einfach nicht verlängert. Im alten Premium Vertrag konnte man am Tag 20 Nachrichten an Nicht-Kontakte schreiben. Das wurde von uns Personalberatern und von Firmen natürlich auch dazu benutzt, um Active Sourcing zu betreiben und letztendlich das eigene Netzwerk zu erweitern (das für jeden im Recruiting Tätigen essentiell ist) Alternativ wurde stattdessen der "neue Premiumvertrag" angeboten...

Neuer Premium Vertrag  vs Talent Manager?

Der neue Premium Vertrag erlaubt 20 Nachrichten im Monat - das ist auf die Arbeitswoche gerechnet eine Nachricht am Tag. Man muss nicht Sherlock Holmes sein um zu sehen, dass hier doch leichte Kapazitätsprobleme entstehen könnten, wenn man die Plattform zum klassischen Netzwerken aber auch zum aktiven Anschreiben von interessanten Kandidaten und Kandidatinnen nutzen möchte. Begründet wird diese Entscheidung mit der nachlassenden Qualität und der nicht mehr kontrollierbaren Masse der Anschreiben durch die sich Mitglieder eher genervt fühlen und der Eindruck von Massenanschreiben und Spam-Wellen entsteht. Viele Mitglieder haben sich darüber beschwert und Xing möchte hier wieder mehr Qualität in das Netzwerk bringen. Das finde ich im Kern sehr gut - wäre mir im gleichen Atemzug nicht der Xing Talent Manager angeboten worden... Der Xing Talent Manager – ein neues Extra für Active Sourcing entwickeltes Produkt von Xing erlaubt es unter anderem 1000 Nachrichten an Nicht-Kontakte zu schicken. Dafür kostet er lediglich anstatt der früher bezahlten 8€ im Monat 250€. Ein guter Deal für Xing -  wie das jetzt mit dem Schutz der Mitglieder vor unqualifizierten Anschreiben vereinbar ist, erschließt sich mir bis heute allerdings nicht. Die Frage ist eher, ob Unternehmen wie Xing oder LinkedIn (die für "Recruiting-Zugänge" noch höhere Preise abrufen) ihre Marktmacht nicht nutzen, um kurzfristig Gewinne zu maximieren. Letztendlich ist das natürlich nicht verwerflich (auch wir arbeiten nicht für Luft und Liebe) aber die Frage nach der Weitsichtigkeit dieser Strategie darf gestellt werden. Tatsache ist, dass die Beliebigkeit der Anfragen das Interesse von Kandidaten sinken lässt und damit auch die Attraktivität der Tools abnimmt. Will man also tatsächlich die Qualität der Ansprachen innerhalb des Netzwerkes erhöhen, wäre eine Melde-Funktion bei "Spamverdacht" der ehrlichere Weg. Recruiter gegen einen saftigen Aufpreis allerdings noch mehr Nachrichten verschicken zu lassen, riecht dagegen stark nach Geldmacherei. Natürlich hat jedes Mitglied die Möglichkeit seinen Xing Account einfach zu löschen. Man muss sich ja nicht darauf einlassen - aber was wäre die Alternative? Jahrelange Arbeit, ein über lange Zeit aufgebautes Netzwerk einfach aufgeben? Und selbst wenn man Xing und LinkedIn den Rücken kehren würde - Alternativen auf dem Markt der professionelles Netzwerke gibt es bis heute (noch) nicht.

Ohne Xing oder LinkedIn geht es (noch) nicht?

Aus unternehmerischer Sicht war die Umstellung auf Talent-Manager Accounts kurzfristig ein smarter Schachzug von Xing, der Ihnen sehr viel Geld bringen wird. Ich bin allerdings gespannt wie sich der Markt entwickelt, ob es bald jemand gibt, der Xing oder LinkedIn den Rang als unangefochtene Marktführer streitig macht oder ob es auch auf diesem Markt zu einer Diversifizierung kommt und sich Fachnetzwerke mit tatsächlich höherem Anspruch an Qualität etablieren können. Plattformen wie stackoverflow als Netzwerk für den fachlichen Austausch unter Programmierern und mit einer strengen Qualitätskontrolle für Recruiter deuten möglicherweise einen Trend an. Mit Sicherheit ein kontroverses Thema - ich freue mich auf Kommentare oder Anregungen.

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09 Dez 2014
Kathinka Klein

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