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Key Learnings aus der Lean Startup Machine 2014

Schnell scheitern, noch schneller zum Erfolg Wie wir bereits auf unsereren Twitter, Facebook und Xing Accounts berichtet haben, hatten drei unserer Gründer am ersten August-Wochenende das Vergnügen an einem Workshop für Gründer und Startups teilzunehmen. Das Event, welches von zahlreichen Partnern aus der Wirtschaft und Wissenschaft unterstützt wird, ist darauf ausgelegt jungen Unternehmen, oder Aspiranten eines solchen, bei der Planung und Umsetzung ihres Produktes oder der Dienstleistung zur Seite zu stehen. Am Lean Startup Machine Workshop in München nahmen über 100 Gleichgesinnte teil, die verteilt über zweieinhalb anstrengende Tage, in Teamarbeit und mit dem laufenden Input des Mentorenteams sich Schritt für Schritt diesem Thema und der optimalen Lösung versucht haben zu nähern. Wir erlebten eine abwechslungsreiche Mischung aus Vorträgen und Fallbeispielen, gleichzeitig wurde eine energiegeladene, kompetitive aber stets positive Atmosphäre geschaffen, die es den Partizipanten erlaubte voll und ganz in die Thematik einzutauchen. Im Fokus des Workshops stand dabei vor allem eine Fragestellung: Wie vermeide ich es, mein Produkt am Kunden vorbei zu entwickeln?

"Das Pferd von hinten aufzäumen" oder "Erst das Problem, dann die Lösung"

Jeder dachte sich schon einmal: "Wäre es nicht toll, wenn wir ein Ding hätten, das dasunddas für denoderdie erledigen könnte?!" So viel Spaß es einem auch bereitet, sich eine Lösung für ein fiktives Problem zu überlegen und in allen Einzelheiten auszuarbeiten, man sollte bei aller Kreativität in erster Instanz überlegen, ob es für die Lösung überhaupt ein existierendes Problem und zudem eine Zielgruppe gibt. Denn wenngleich es zu jedem Problem eine Lösung gibt, besteht nicht für jede Lösung ein Problem. Man sollte also nicht nach Ideen für Produkte oder Dienstleistungen suchen, sondern nach Lösungen - für reelle Probleme.

Falsch:

Der DVDRewinder der Firma 1783 Productions sollte einem dabei helfen DVDs zurückzuspulen. Absolut hirnrissig? Ja, und vermutlich auch der Grund dafür, dass das Unternehmen nach kürzester Zeit dicht machen musste.

Richtig:

Spanx sind figurstraffende Unterwäsche. Das Unternehmen, das mit nur 5.000 Dollar Eigenkapital durchstartete erkannte das Problem, dass Menschen schlanker erscheinen wollten, ohne zu verraten wie. Mittlerweile ist das Unternehmen über 1.000.000.000 Dollar wert! Das sind jetzt wahrlich zwei Extrembeispiele, doch wie immer im Leben ist nicht alles nur schwarz oder weiß. Wir unterstellen hier aber mal, dass jeder Unternehmer wohl gerne eher zum letzteren Beispiel tendieren würde wenn es um den Erfolg seiner Firma oder seines Produktes geht.

Der erste Anlauf ist selten perfekt

Wenn man endlich ein ungelöstes Problem identifiziert hat, ist es an der Zeit eine Lösung zu entwickeln. Das kostet Zeit, Nerven und nicht selten auch Geld. Aus diesem Grund sollte man vor der Entwicklung - also in der Konzeptionsphase - recherchieren, ob die Lösung denn auch am Kunden orientiert ist. Die einfachste Möglichkeit dies zu gewährleisten: Befragen Sie Ihre Kunden oder Leute, von denen Sie glauben, dass Sie zu Ihrem potentiellen Kundenkreis zählen. Finden Sie heraus, ob Ihre Lösung diejenige Lösung ist, die Ihre Kunden sich wünschen oder die sie selbst gesucht hätten. Bei Ihren Kundenbefragungen sollten Sie daher möglichst genau darauf achten keine Fragen zu stellen, die den Interviewten beeinflussen könnten wie bspw. "Würden Sie eine Uhr kaufen, die Ihnen neben der Zeit auch noch Webinhalte anzeigt?". Besser sind offene Fragen, die den Gesprächspartner zum Nachdenken motivieren wie bspw. "Was denken Sie wären Funktionen, die eine Uhr noch nützlicher machen könnten?" oder "Warum ist Ihre jetzige Lösung oder Ihr jetziges Produkt nicht optimal?" Wenn Sie bei Ihren Befragungen feststellen, dass die Kunden vor Problemen stehen, die leicht oder vielleicht sogar komplett von Ihren Annahmen abweichen, dann sollten Sie einsehen, dass Ihre Annahmen falsch waren. Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen und daher ist es auch nicht schlimm, sondern eigentlich selbstverständlich, dass Sie Ihre Idee an das Feedback Ihrer Kunden anpassen. Im Worst Case (den wir im Workshop erlebt haben) müssen Sie Ihr Produkt vielleicht sogar fundamental überdenken und feststellen, dass das Resultat kaum noch etwas mit der ursprünglichen Idee zu tun hat. Das ist letztendlich auch der entscheidende Punkt: Schafft man es als Unternehmer bei negativer Resonanz von der Zielgruppe seinen Stolz zu begraben und sich einzugestehen, dass sich mit der eigenen, eingangs phänomenalen und nicht minder revolutionären Idee einfach kein Geld verdienen lässt? Diese Schritte mussten wir - und viele andere auch - mehr als 3 mal wiederholen! Gelohnt hat es sich aber! Für uns als frischgebackene Unternehmer hat sich dieser Workshop in vielerlei Hinsicht gelohnt. Bei der erlernten Herangehensweise muss es nicht immer um das "Next Big Thing" gehen. Es erlaubt grundsätzlich seine Denkweise in unternehmerischen Belangen und Fragestellungen anzupassen und die Dinge sinnvoll und zielführend zu hinterfragen. Letztendlich spart einem dies nicht nur Zeit und Aufwand, sondern potenziell auch viel Frust und vergeudete Resourcen. Bei erfolgreicher Anwendung stellt sich dann der ersehnte "Aha-Effekt" ein. Für alle die sich für Lean Startup Machine allgemein oder zukünftige Workshops interessieren, sind alle wichtigen Informationen unter www.leanstartupmachine.com zu finden.

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25 Aug 2014
Nikolas Konrad

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